Die Folgen des Klimawandels fallen global sehr unterschiedlich aus. Im Vierten Sachstandsbericht (2007) benennt der IPCC als wichtige Klimafolgen:
Die globalen Klimaszenarien des IPCC bilden allerdings die Möglichkeit des „Umkippens“ sogenannter Kippelemente des globalen Klimasystems nicht ausreichend ab. Durch solche Selbstverstärkungsmechanismen könnte der Klimawandel beschleunigt und die Klimafolgen noch dramatischer ausfallen. Kippelemente sind Teilsysteme des globalen Klimasystems, die durch Schwellwertverhalten und positive Rückkopplungsmechanismen gekennzeichnet sind und, einmal in Gang gesetzt, zu erheblichen weiteren Klimaveränderungen führen (für eine Übersicht über die wichtigsten Kippelemente vgl. PIK). Die jeweiligen nicht zu überschreitenden Schwellwerte für das Einsetzen solcher irreversiblen Prozesse – wie z.B. das weitgehende Abschmelzen des arktischen Meereises und der grönländischen und antarktischen Eisschilde, das Auftauen des sibirischen Permafrostbodens oder der Zusammenbruch der nordatlantischen Ozeanzirkulation – sind mit den derzeitigen globalen Klimamodellen nur unbefriedigend abschätzbar. Fest steht aber, dass solche Ereignisse gravierende Folgen hätten und trotz noch bestehender Unsicherheiten ernst genommen werden müssen. Allein z.B. das Abschmelzen des Grönland-Eisschilds würde – obschon vermutlich verteilt auf mehrere Jahrhunderte – zu einem zusätzlichen Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern führen.
Ohne sofortigen konsequenten Klimaschutz wächst daher die Wahrscheinlichkeit, dass in absehbarer Zukunft Klimawirkungen eintreten, gegen die Anpassung nur zu gigantischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Kosten zu haben wäre, die sich – wenn überhaupt - nur die Wenigsten würden leisten können. Dies macht deutlich, dass auf Klimaschutz – neben der ebenfalls notwendigen Klimaanpassung – nicht verzichtet werden kann.
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